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THIS IS THE MAIN GATEWAY, HUB TO ALL HANDKE BLOGS AND ALL HANDKE SCRIPTMANIA SITES

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THIS IS THE HUB, THE GATEWAY TO ALL MY HANDKE BLOGS

and the dozen plus HANDKE-SCRIPTMANIA sites. I welcome thoughtful critical comments on literary matters and especially for the Handke-Yugo blog. Michael Roloff, June 2010, Seattle.

HANDKE

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IS THE OVER-ARCHING SITE FOR ALL HANDKE BLOGS AND ALL HANDKE.SCRIPTMANIA.COM SITES, THAT IS FOR THE HANDKE PROJECT AS A WHOLE. It will have one page with links to every page on each blog and for each page on each handke.scriptmania site. Michael Roloff

Saturday, October 17, 2015

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http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/schriftsteller-peter-handke-im-interview-ueber-die-wut-13847922.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Peter Handke über die Wut Schimpfen ist ein Ausdruck von Hilflosigkeit
Peter Handkes Protest gegen die Selbstgefälligkeit der Gruppe 47 ging in die Literaturgeschichte ein. Was regt den Schriftsteller heute noch auf? Woher kommt die Wut und was wird aus ihr? Ein Gespräch.

© Wolf Heider-Sawall/laif Grundwut und Sanftmut: der österreichische Schriftsteller Peter Handke
Weitersagen
 
„Thomas Bernhard ist ein Meister. Aber ich mag keine Meister.“ Peter Handke im Gespräch
 
„Man muss einfach akzeptieren, dass man verfolgt wird.“ Peter Handke über das Leben als Schriftsteller
 
„Es ist eine Art Schatz, nur mit sich selbst zu sprechen.“ Peter Handke
Das Gartentor ist nur angelehnt vor Peter Handkes Haus am Ende der kleinen Allee in Paris Chaville. Niemand ist am Haus zu sehen oder reagiert auf die Klingel. Dann kommt er von der Straße durchs Tor, mit einer Einkaufstüte in der Hand, um welche er einen Verband trägt. „Was ist passiert?“ - „Ich habe den Nachbarn erschlagen“, sagt er und führt mich in die Küche, wo Waldpilze liegen. Er ist fürs Pilzesammeln berühmt. „Aber bitte schreiben Sie nicht über meine Scheißpilze“, sagt er. Vor fast 50 Jahren, im April 1966, wurde Handke berühmt, als er bei der Tagung der Gruppe 47 in Princeton aufstand und der deutschen Prosa „eine Art Beschreibungsimpotenz“ attestierte. Eine „ganz unschöpferische Periode in der deutschen Literatur“ sei angebrochen, die Prosa sei läppisch, die Kritik sei auch läppisch und idiotisch.
Werden Sie heute noch wütend, wenn Sie an die Tagung denken?
Ich mag schon das Wort nicht: „Gruppe 47“. Mannschaft vielleicht, wie beim Fußball, Handball oder Basketball. Und alles, was mit der Zahl 47 zusammenhängt, ist ja auch nicht so anheimelnd.
Wenn man über Ihren Auftritt damals liest ...
... das war ja kein Auftritt, ich bin einfach aufgestanden. Zwei Tage lang hatte ich mir diese soziale Abbildungsbeschreibungsliteratur angehört, die damals auf der Tagung zu hören war, und ich stehe immer noch dazu, dass es gut war, dagegen etwas zu äußern. Aber es war nicht Wut, es war Gereiztheit.
Hatten Sie sich vorher vorgenommen, zu protestieren?
Im Nachhinein habe ich so oft gelesen, dass ich es vorhatte, dass ich inzwischen selbst im Zweifel bin, ob ich es nicht wirklich vorgehabt habe. Mein so genanntes Wissen sagt mir: Nein, das hat sich sicher aufgestaut über diese ein, zwei Tage des Zuhörens.
Es gibt ein berühmtes Foto, das Sie im Publikum zeigt. Es ist Pause, alle sind im Gespräch oder aufgestanden, nur Sie sitzen alleine da. Hatten Sie auf der Tagung Komplizen?
Sogar Goethe hat, als er älter wurde, überall Komplizen gesucht, oder Bundesgenossen, auch ein schönes Wort im Grunde. Meine Haupteigenschaft ist eigentlich die Scheu. Ich habe mich deshalb eher von Ferne verbunden gefühlt, weniger meinen Altersgenossen als mit Peter Weiss, und mit Günter Grass, dessen erste zwei Bücher, „Blechtrommel“ und „Katz und Maus“ für mich Erlebnisse waren. Als junger Student habe ich gedacht: „Mensch, ist so etwas in der deutschen Sprache möglich?“
Die Kritiker haben einige Schriftsteller ziemlich zerlegt.
Mehr zum Thema
Ich mag es nicht, wenn Schriftsteller bewundert werden, aber ich habe Weiss und Grass und auch Johnson für das verehrt, was sie geschrieben haben. Und wie die erste Reihe, wo die Kritiker saßen, mit diesen Autoren umgegangen ist, das hat mich empört. Das ging doch nicht, dass man sie heruntermachte und mit ihnen redete als wären sie Schulbuben. Ich habe es verachtet, wie Reich-Ranicki und Walter Jens da ihre Schnöseleien brüllten.
Ein amerikanischer Kritiker hat damals geschrieben, dass es so schwierig war, in die Tagung hineinzukommen wie in den Himmel. Und Dieter E. Zimmer von der „Zeit“ ...
... das war ein stiller Mann, den habe ich im Guten gespürt.
... meinte, sie habe in einer solchen Abgeschlossenheit stattgefunden, dass man genauso gut nach Travemünde hätte fahren können. Hat Sie diese Selbstgenügsamkeit geärgert?
Selbstgenügsamkeit wäre ja gut gewesen, aber es war eine Selbstgefälligkeit. Die ging natürlich von dem Manager Hans Werner Richter aus, der sich als illusionärer Mittelpunkt der Welt gefühlt hat. Ich bin trotzdem ewig dankbar, denn ich habe anschließend eine Art Rundflugticket bekommen für Amerika, und das waren für mich die lehrreichsten Wochen, die zu den schönsten meines Lebens gehören. Ich bin bis Memphis, Tennessee, gefahren und nach Oxford, Mississippi, zu dem Fotografen, der das letzte Foto von William Faulkner gemacht hat. Ich bin damals auch zu Fuß von El Paso nach Ciudad Juarez gegangen, das war noch das Mexiko des ersten Sozialismus. Sie müssen auch wissen, dass ich 23 war und bis dahin mit niemandem über Literatur gesprochen hatte.
Nur mit sich selbst?
Ja, es ist eine Art Schatz, nur mit sich selbst zu sprechen. Aber irgendwann wird der Schatz ranzig. Deswegen war es gut, dass ich mich da selbst hineingestoßen habe und auch hineingestoßen wurde. Die „Publikumsbeschimpfung“ war damals ja mein erstes Stück, es sollte zwei Monate später gespielt werden. Und ich war einfach felsenfest oder wasserfest davon überzeugt, dass es ein Erfolg würde. Ja ich war sogar so eingebildet, zu denken, das wird ein Welterfolg.
Ging es bei der „Publikumsbeschimpfung“ denn um Wut?
Ah, nein. Es war einfach nur Spielfreude und Analyse meiner Skepsis dem Theater gegenüber. Meine erste Frau war Schauspielerin in Graz, und ich sah immer wieder Brecht, Horvath und Beckett, manchmal auch Dürrenmatt und Shakespeare. Und das war meine Reaktion. Dadurch, dass ich endlich aus meiner Abgeschlossenheit herauskam, war das Stück so eine Art Speerwerfen für mich: rhythmisch gegliedert, mit viel Verneinungen und unter dem Eindruck der Beatles und all der anderen Deppen, die ich in der Jukebox gehört hatte. Es war für mich eine gewaltige Befreiung. Es sind nur Zitate, montiert und rhythmisiert. Es sind alles Schimpfwörter, die gebräuchlich waren, bis auf eines, ein österreichisches Wort, „Pülcher“, das ist ein schwerfälliger, grober Mensch, der überall ins Fettnäpfchen tritt.
Dieser Artikel ist aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Wenn Sie mehr davon lesen wollen, testen Sie die F.A.S. doch einfach als digitale Zeitung. Wie es geht, erfahren Sie hier ...

Sie haben in den Jahren darauf ziemlich gut besuchte Lesungen gehabt.
Da ist wahr, ja.
Bei einer, 1971 in Graz, hat ein Polizist Sie nicht hereingelassen, weil es schon so voll war. Es soll zu „Handgreiflichkeiten“ gekommen sei. Haben Sie dem eine geknallt?
Nein, er hat mir den Arm auf den Rücken gebogen, und ich habe ihm einen Tritt gegen das Schienbein gegeben. Ich wurde dann verhaftet.
Haben Sie ihn auch beschimpft?
Sicher, ich hoffe. Ich weiß nicht, wie, wahrscheinlich: „Du Nazischwein!“ oder so etwas, eher hilflos. Schimpfen ist ja oft ein Ausdruck von Hilflosigkeit. Hier in Chaville gibt es in der Nachbarschaft ein paar Hunde, die manchmal tagelang brüllen. Und ich habe oben auf den Balkon einen CD-Spieler gestellt. Immer, wenn sie brüllen, mache ich ganz laut armenische Musik an.
Nachts?
Nein, tagsüber.
Und dann hören die Hunde auf?
Nein, aber mich beruhigt es. Das ist meine Rache, diese herrliche weittragende und traurige Musik von Komitas. Ich kann es Ihnen nachher vorspielen.
Gerne. Ändert sich das Verhältnis zur Wut mit dem Alter oder ändern sich die Anlässe, die Wut auslösen?
Im Laufe der Jahre ändert sich die Form der Wut, aber los wird man sie nie, glaube ich.
Braucht man Wut zum Schreiben?
Ich weiß es nicht. Wissen Sie noch, wer Georg Stefan Troller ist, der Fernsehjournalist? Der hat vor 30, 40 Jahren zugleich zarte und freche Porträts über Stars und Pseudostars gemacht. Und er hat damals schon von mir gesagt, ich hätte eine Grundwut. Das muss so sein. Ich habe keine Erklärung dafür. Ich glaube, es kommt von meiner mütterlichen Familie her, obwohl da auch ungeheure Sanftmut mit drin ist. Es gibt das Wort „Sanftwut“, ich weiß nicht, von wem das ist. Irgendjemand hat das auch auf mein Tun und Wirken angewendet. Ich finde es gar nicht so schlecht.
Es gab ein legendäres Treffen zwischen Ihnen, Hubert Burda und Thomas Bernhard. Bernhard hat darüber einen Brief an Siegfried Unseld geschrieben, den er nie abgeschickt hat. Ich habe ihn mal im Archiv in Gmunden gelesen. Bernhard schreibt da, Sie hätten ihn als „Großgrundbesitzer“ und als „Giftzwerg“ beschimpft.
„Großgrundbesitzer“ habe ich sicher nicht gesagt, „Giftzwerg“ habe ich gesagt. Das war am Attersee. Als junger Schreiber hat mir Thomas Bernhard ja gut getan, wie er da als Österreicher mit einem Spieß das fette Land durchstieß. Die ersten zwei, drei Bücher waren wie eine Erlösung für mich. Aber allmählich hat es angefangen, mich abzustoßen und zu erzürnen. Ich habe dann gedacht, dass es eine Mache ist, eine sehr schlaue und rhythmisch gut durchgezogene Mache, diese negative Kraft ist ja unvergleichlich, da kommt niemand an ihn heran. Am Attersee war auch sein sogenannter „Lebensmensch“ dabei, wenn ich das Wort schon höre, da krieg ich wirklich einen Wutanfall. Ein scheußliches Wort! Man sagt: meine Frau oder meine Lebensgefährtin oder Geliebte oder meine Komplizin oder meine Expeditionsbegleiterin. Aber doch nicht „Lebensmensch“! Ich weiß nicht, wie es kam, durch das Trinken vielleicht. Jedenfalls habe ich dann plötzlich losgelegt.
Was haben Sie gesagt?
„Lieber Thomas Bernhard, wie Sie schreiben, das ziemt sich nicht.“ Da ist er aufgestanden, hat bezahlt und ist gegangen. Danach hat es mir weh getan, dass ich so heftig war. Es bringt ja nichts. Man kann jemanden nicht überzeugen, dass er eine Kehrtwendung macht und plötzlich weiße Segel aufzieht über seine Bücher. Er ist ein Meister. Aber ich mag keine Meister. Auch Goethe war kein Meister, er war ein ordentlicher Stümper. Ich habe von Goethe gerade „Die natürliche Tochter“ gelesen. Da gibt es herrliche Momente, aber das Stück ist total bescheuert. Er war eigentlich nie Meister. Die können mir alle gestohlen bleiben, die Meister. Grass hatte ein Problem mit der Zeit, er war drei Jahre seines Lebens ein Genie, dann blieb nur noch der Gestus von Genie, die Seele, die brummende, feurige, weinende Seele ist flöten gegangen. Das hat mich auch empört, diese Selbstgerechtigkeit bei Grass, weil einmal etwas da war, das ich verehrt habe, etwas Kostbares.
Lesen Sie Kritiken?
Ja, immer. Aber es werden mir nicht mehr alle geschickt inzwischen.
Kriegen Sie da auch Wutanfälle?
Nein, inzwischen werde ich sehr freundlich behandelt. Manchmal habe ich früher gedacht: Der macht das extra falsch. Das ist schon lange her, aber es kommt vielleicht wieder. Sicher kommt es wieder. Ich sag immer: „Man ist als Schreiber nicht legal.“ Man muss einfach akzeptieren, dass man verfolgt wird.
Als Illegaler?
Ja. Ich bin Illegaler. Klingt ein bisschen sinnspruchhaft. Aber ich sage es zu mir selber, und dann ist es kein Sinnspruch.
Wir gehen nach oben auf den Balkon, und er dreht die armenische Musik im CD-Spieler voll auf. Es bellt kein Hund, aber man hört die sehnsuchtsvolle Melodie sicher bis in den Wald hinein.
Peter Handke, 72, lebt in Paris. Gerade ist bei Insel sein „Notizbuch“ von 1978 erschienen (63 Seiten, 13,95).

Sunday, August 23, 2015

"THE DEATH OF READING" - A CALL FOR A DISCUSSION

Follow summapolitico on TwitterNOW THAT THE NY TIMES BOOK REVIEW HAS REVISITED THE MORIBUND THEME "DEATH OF THE NOVEL" WHAT OF THE FAR MORE CRUCIAL SUBJECT "THE DEATH OF READING???? OR "DEARTH" OF THE ABILITY TO??

For possible exploration of this topic at an expanded section of the NY TIMES BOOK REVIEW weeklyEnd Papers section
I recommend:
James Wood, Edward Mendelsohn
​,​
 Michael Wood, Ben Moser & one of the freshest reviewing voices, Priscilla Gilman.

I have given the matter a bit of thought
​to reading ​
at:
Reading after all combines a number of actions simultaneously,
​ ​
at lightning speed:
​ ​
recognition of individual letters, of the words, of spelling, judgment as to correctness (or not) of either, grammatical structure, tone, etc., etc.
Processing of many kinds,
overcoming of a lot of resistances,
holding some matters in abeyance.
Entering into an "as if" state that is then realized!
Reading can lead to an entrancing, reverying, can be affected by a text's breathing rhythms,
​ ​
artfulness...
​A​
esthetic judgment is operative both consciously and unconsciously.
I maintain that the NY TIMES BOOK REVIEW, at least in the instance of author Peter Handke, more likely in numerous instances of a certain order of difficulty, provides unhappy proof, in its own pages, o such expiry of the ability to read.
Let me pick five examples
from the above sundry ,
several of which are
of shoddy work by
NY Times very own reviewers,
not just of work by editors at the Review.
The instances are such that we do not even reach the point where a discussion
​ ​
might be initiated.
The reader/reviewers fail to report, reflect on whateverreading experiences they have had
​ ​
and this in an instance of an author who is experiential if any author is,
the kind of author who demands
Susan Sontag's
imprecation "Against Interpretation."
Here the five instances,
they happen to be of Handke's most important prose work.
THE REPETITION
is reviewed
by David Pryce Jones
a professional anti-communist & anti-Nazi and all around ignorant asshole who
wants the kid, Filip Kobal, the protagonist, to inveigh against Austria's belated failure to acknowledge its enthusiastic complicity with Nazism and to inveigh against Tito photos in Slovenia.
and is entirely unaware how Handke dealt with the Waldheim affair, nor of course that Handke, who writes very intimate prose, already treated, in his preferred ambiguous manner, the theme of persistent Nazism in ACROSS.
See the Guardian review instead.
How the editor of the book review allowed this piece of garbage to appear is beyond me.
Here is a book that in slow searching rhythms recounts a 16 year old search for his horticulturalist uncleand in that sense is exemplary of
​ ​
the searching dumbfounded 16 year olds that most of us are but for the minoritywho even then know they are going to be millionaires killers and nothing will stop them.
In the process of writing the book Handke learned his mother's tongue, Slovenian, and became (for me) a kind of German-Austrian-Slovenian hybrid (who was then surprised at his turning into a Serbian!) installed his grandfather as the missing father figure - psychic real achievements that require serious work,
labora verimus
and the slow being-enriched periods of the book manifest the writer's seriousness.
THE REPETITION is the book that Handke, at the end of SORROW BEYOND DREAMS, promised to write "to get back to all that once more later" or however he put it.
I happened to be in the St. Monica Mts.in 1986 when I read the book,
​ ​
shuffling through the dusty dirt road
​ ​
in the chaparral and
​ ​
exposed to the slow slow rhythm of the Ma=li-bu (loud booming) surf that rolls in from way down under, and so could respond to the extraordinarily healthy prose of a book that justly has become a cult object
​ ​
though I won't go as far as to re-walk the route that Filip took.

THE AFTERNOON OF A WRITER
is reviewed by herbert mitgang who, I gather, his fellows at The NYTimes (justly it seems) regarded a jerk
and LINDA SIMON too
has a go at
AFTERNOON
and neither of these reviewers
​ ​
know how to DESCRIBE what they allegedly read nor summarize the happening but infer that the writer must be a reprehensible person.
The New York Times' & the outside reviewer's complaints that the writer is not a nice guy,that and whether a book is warm or cold
​ ​ 
seem to be major NY Book Review
​ ​
criteria, and are beyond the pale.
Neither reviewer notices that stretches of AFTERNOON are written in dream image metaphor,
a literary first, to achieve a better response than the hackneyed might achieve.
(If you want pipelines to hackneyed prose I suggest newspapers travel sections!)
Alhough I know the author as intimately as a biographer knows a subject whose roots he has examined, I could not infer anything particularly un- or likeable about this particular "the writer": he does his morning four hours, 1000 words, goes for a walk, appears to have paid his taxes, the townsfolk seem to gossip about him, or he mishears, he's hurt, he meets a friend at an out of town pub, he lost a friend, or so he thinks, who has gone mad, we don't find out why he and whoever are no longer friends, who hasn't lost a friend who he thinks has gone off his rocker? Though the writer appear to be a bit down, at night he addresses the world from on high - imaginary. He might be destined for a soap box, or not. We can't tell: ambiguity rules the roost, concisely, in beautifully formed and well-translated sentences. Handke has created a "projection screen" and as such it ought to be described and evaluated.
If we want to find out a bit more about this "writer" we might turn to one of the several magnus opuses that Handke wrote
MY YEAR IN THE NO-MAN'S-BAY
that among the half dozen sides of the artist protagonist features "a reader"
MYITMB is one of the great formal feats of performance 250 k words in one year one of the two 1000 page monstrums that Handke promised never to write.

But here we come to a true horror:
after several hundred years of great European aestheticians writing marvelously in the major European languages there comes
that sorry excuse for a critic,
Lee Siegel
(I sort of see him deriving from Perth Amboy)
interjects himself between
a great text & the reader
Lee Siegel may snark to his heart's delight, however the editor of
The NEW YORK TIMES BOOK REVIEW
has a responsibility to its readers and to the book under review that
prohibits anything of the kind
especially in this instance where
NO-MAN'S BAY
comes with very considerable European track record of a serious reception. With NO-MAN'S BAY
- if not already with
THE REPETITION -
Handke enters the ranks of major European writers, Gottfried Keller, Eichendorf, Stifter Goethe, Flaubert, Joseph Conrad and as one of t he few innovators who has absorbed the past and contemporary innovators like Robbe-Grillet.

Is the
NEW YORK TIMES BOOK REVIEW
so parochial as to ignore the context, Lee Siegel's editor so lazy as to fail to double check his review?
A shame a great shame was here committed
Lee Siegel is as lucky as David Price Jones & a few others that we didn't meet in the Chihuahua desert in the late 80s when I, meeting up in Marta with the ghost of Ambrose Bierce, carried side-arms and slew his likes to feed the vultures!

​S​
ee
WILLIAM GASS
and here is my take on the book
======================

THE JUKE BOX AND OTHER ESSAYS
Birkets goes off base on the THREE ESSAYS
but not by much
and fails to realize that Handke is as interested in the PLACES where he sets his work as in the ostensible themes.
He misses that JUKE BOXES were an
escape from family during
Handke's youth,
later Handke will write the essay
ON THE SHIT HOUSE
whence he escaped his fellow students at the Tanzenberg religious boarding school, because they nauseated him: Handke has a nausea problem because he has too many nerves! EXCESS is the source of nausea perhaps of his autism. As a kid the juke box provided an escape from the family.
That sorry excuse for a critic
Margot Jefferson
is far worse than Birkets

We come to Neil Gordon's idiotic non-response to
CROSSING THE SIERRA DEL GREDOS
What I mentioned previously about bullshitter Lee Siegel applies
​in spades​
 to Gordon.
It appears old friend Conroy, teaching writing at Iowa, told the idiot to head to the East Coast!
Many people feel that the last 100 page of SIERRA DEL GREDOES
is the greatest ending ever written, this still fan of the Molly Bloom section of Ulysses would have to agree that it's at least a tie between Handke & Joyce. No mention anywhere that GREDOS incorporates filmic qualities that Handke introduced with THE ABSENCE,
never reviewed in the NY Times,
neither the book nor the film, which filmic quality is yet another factor in the supporting Handke's synethezic intentions .

Aside these, I think, generally accessible experiences with Handke texts,
as reader, translator & theater goer, I also once had an extraordinary idiosyncratic experience with the Alaska section of the novel part of the three books collected in what is called
A SLOW HOMCOMING
in English
which experience would have been unlikel to occurr
were it not that, by 1980 when I had that experience with that Handke text,
a 20 year old response
to the immensity of Alaska
apparently lay ready to be pricked,
and none of the other books I had read about Alaska had elicited it.
So much then for the mysteries of reading!

Saturday, August 22, 2015

Peter Handke blickt auf sein Jahr in einer außer Rand und Band geratenen Welt zurück

Follow summapolitico on Twitterhttp://www.news.at/a/gastkommentar-peter-handke-news

Peter Handke© Bild: APA/Eggenberger
Lesen, arbeiten, gehen, den Leuten, die man mag, in die Augen schauen: Das war mein Jahr. Denn wirtschaftlich ist es in Frankreich viel schlimmer als in Österreich. In den Dörfern und den kleinen Städten herrscht eine entsetzliche Wut gegen das System, gleich, ob sozialdemokratisch oder konservativ. Rebellion ist aber chancenlos, denn die Politiker sind Marionetten der Wirtschaft. Steuern erhöhen oder Krieg führen ist ihre letzte Wirkmächtigkeit.
Dieser Wirklichkeit kann man nicht entgehen, aber man kann sich von ihr abstoßen. Als einer der Letzten, die noch utopisch schreiben, lebe ich davon, dass ohne diese furchtbare Wirklichkeit auch keine Bilder von etwas anderem entstehen könnten. Zu Obama habe ich in diesem Jahr jedes Vertrauen verloren: ein Karrierist wie alle westlichen, vielleicht auch östlichen Politiker, ein Barack Ohnedampf in allen Gassen. Dass sich die Kirche eine neue Fassade verordnet hat, ist nicht schlecht. Aber um tatsächlich etwas verändern zu können, müsste man in dieser Zeit etwas anderes als Papst sein. Zumal ich empört dagegen bin, von Homosexuellen-Ehe zu sprechen: Man soll diese Verbindungen schützen und anerkennen, aber die Ehe ist für mich ein Sakrament, eine einmalige Sache zwischen Mann und Frau. Einer Mutter Kind zu sein ist etwas Herrliches, etwas aus der Nacht der Zeiten, als die Nacht noch hell war. Das päpstliche Herumlavieren in dieser Frage gefällt mir nicht. In dieser Hinsicht bin ich konservativ. Meine österreichischen Wahrnehmungen? Sie beschränken sich auf eine Zugfahrt von Payerbach-Reichenau nach Wien. Ich dachte, man könne sein Ticket im Zug lösen, aber das geht nicht mehr. Der Triumph in den Augen des Schaffners, als er mir 35 Euro abgeknöpft hat, so dass ich ihm noch immer eine hineinhauen möchte: Das war mein Österreich-Erlebnis des Jahres.

Kommentare

Ingo N. Berger
Ingo N. Berger
Nur 35 Euro??
Einer Bekannten und mir wurden ob eines nicht funktionierenden Fahrscheinautomatens (in einer unbesetzten Haltestelle) in einem schaffner- aber nicht kontrollorlosen Zug jeweils 65 Euro abgeknöpft. Noch dazu in einer Art und Weise, die nicht einmal für das Auge des Gesetzes angemessen gewesen wäre. 
Scharfer und pointierter Protest mit nachdrücklichen Argumenten hilft hier aber.


Wer herausfinden will, in wessen Argumentearsenal sich Merkel in der Debatte um die rechtliche Gleichstellung Homosexueller bedient haben könnte, wird unweigerlich auf Peter Handke stoßen. In einem Jahresrückblick, den Handke Ende 2013 für das österreichische Newsmagazin "News" verfasst hat, stößt man nämlich auf die gleiche antirhetorische Figur, wie sie uns auch in LeFloids Interview mit Merkel begegnet. Dieser Jahresrückblick stammt wirklich und wahrhaftig von Meister Handke selbst und ist unter der Adresse www.news.at/a/gastkommentar-peter-handke-news nachzulesen.

Es geht dort um dies und das. Beispielsweise schimpft er ein bisschen auf "Barack Ohnedampf in allen Gassen" (haha). Oder er beteuert, sich an Recht und Ordnung, Moral und Anstand, Zucht und Sitte gehalten haben und nicht einmal wider Willen ein rebellischer Schwarzfahrer gewesen sein zu wollen: "Meine österreichischen Wahrnehmungen beschränken sich auf eine Zugfahrt von Payerbach-Reichenau nach Wien. Ich dachte, man könne sein Ticket im Zug lösen, aber das geht nicht mehr. Der Triumph in den Augen des Schaffners, als er mir 35 Euro abgeknöpft hat, sodass ich ihm noch immer eine hineinhauen möchte: Das war mein Österreich-Erlebnis des Jahres." Aber am interessantesten ist eben doch die Passage über Homosexuelle. Handke schreibt, er sei "empört dagegen, von Homosexuellen-Ehe zu sprechen: Man soll diese Verbindungen schützen und anerkennen, aber die Ehe ist für mich ein Sakrament, eine einmalige Sache zwischen Mann und Frau".

Wenige Zeilen darüber bezeichnete Handke sich "als einen der Letzten, die noch utopisch schreiben". Er befindet sich damit in der glücklichen Lage, dass die Utopie, von der er hier schreibt und der zufolge "homosexuelle Verbindungen" zwar geschützt und anerkannt, aber diskriminiert werden sollen, schon längst Wirklichkeit ist. In einer bedauernswerten und unglücklichen Lage befände Handke sich freilich, wenn er mittlerweile meschugge wäre.

http://www.welt.de/print/die_welt/literatur/article145501484/LeFloid-Ohnedampf-in-allen-Gassen.html

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